Offene Eingangsstufe

Wir wollen die Kinder stärken und in ihren Begabungen fördern. Die Kinder sollen die Zeit bekommen, die sie für ihre individuelle Entwicklung brauchen. Die Bildungschancen der einzelnen soll durch geeignete Förderung verbessert werden.
Die Kinder kommen durch die Eingangsstufe viel schneller in der Schule an. Sie lernen von den anderen Kindern, die schon ein Jahr Schulerfahrung sammeln konnten.
Die Jungen und Mädchen werden sehr schnell selbstständig, da sie früh mit Arbeitsformen konfrontiert werden, die diese Art des Lernens bedingen. Die Kinder helfen sich gegenseitig. Es werden Dinge den Mitschülern erklärt, wodurch das Gelernte noch einmal reflektiert wird. Man hilft sich gegenseitig, so dass die soziale Kompetenz sich ständig erweitert.
Die Kinder lernen schnell, sich an klare Abläufe und Regeln zu halten. Ohne diese ist eine Arbeit in der angestrebten Offenheit nicht möglich. Durch das selbstbestimmte Lernen in der Eingangsstufe zeigen die Kinder eine hohe Leistungsmotivation und Lernbereitschaft. Die vorgestellten Arbeitsergebnisse anderer Kinder schaffen Anreize, sich auch mit diesen Inhalten zu beschäftigen.

Dienst- und Eingangsstufenbesprechungen

In den Eingangsstufenbesprechungen nehmen alle Kolleginnen und Kollegen teil, die in der Eingangsstufe unterrichten. Es werden Beobachtungen ausgetauscht, erzieherische und unterrichtliche Maßnahmen besprochen, Beobachtungsbögen überarbeitet, Zeiträume für Eintragungen festgelegt, in denen das Lernverhalten, die Lernfortschritte, Stärken und Schwächen der Kinder dokumentiert werden sollen, Elterngespräche verabredet und die Elternsprechtage für die Eingangsstufe vorbereitet.

Elternsprechtage

Jeweils vor den Elternsprechtagen für die Eingangsstufe findet eine Eingangsstufenbesprechung statt, an der sämtliche Fach- und Betreuungskräfte teilnehmen und ihre Eintragungen in die Beobachtungsbögen zum Arbeits- und Sozialverhalten sowie zum Lernstand vornehmen.
Die Beobachtungsbögen bilden die Grundlage für die Gespräche, die die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer mit den Eltern führt. Zum Ende des jeweiligen Schulhalbjahres nehmen an diesen Elterninformationen alle in der Eingangsstufe unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen teil, um Rückfragen der Eltern zu ermöglichen.

Lehr-und Lernmethoden

Die Umstellung auf konsequentes Arbeiten an Stationen, mit Tages- und Lernplänen und in Projekten sowie die Überwindung der jahrgangsbezogenen Orientierung am Lehrwerk ist eine Grundvoraussetzung einer funktionierenden Eingangsstufe. Zum Wohle der Kinder sind alle bereit, neue pädagogische Wege zu gehen, die neuen Lehr- und Lernmethoden unterrichtlich anzuwenden, um von einem „nebeneinander“ Lernen zu einem „gemeinsamen“ Lernen zu kommen.

Veränderungen im Sozial-, Arbeits- und Lernverhalten der SuS

Besonders kennzeichnend für die Arbeit in den beiden jahrgangsgemischten Klassen ist das lernförderliche Unterrichtsklima, das jedem Außenstehenden sofort auffällt. Ursachen hierfür sind sicherlich:
  • die gemeinsame Orientierung auf die im Unterricht zu bewältigenden Aufgaben,
  • der verantwortungsvolle Umgang miteinander (siehe Patenschaft und Helfersystem), der durch die unterschiedliche Altersstruktur der Klassen verstärkt wird,
  • der verantwortungsvolle Umgang mit den Arbeitsmaterialien, die von beiden Jahrgängen gemeinsam genutzt werden und ständig „griffbereit“ sein müssen,
  • die mehrfache Doppelbesetzung in Teamstunden, die ein individuelles Fördern ermöglichen bzw. es den Lehrkräften erlauben, auf die individuellen Lernbedürfnisse und Interessen der Kinder einzugehen und ihnen ein schnelleres Feedback zu geben,
  • die Arbeit mit Tages- und Lernplänen, die jedem Kind ein individuelles Lerntempo ermöglichen und zu einer zufriedenen und fröhlichen Grundstimmung führen,
  • die Möglichkeit, in Werkstätten mit fächerübergreifenden Angeboten innerhalb des Rahmenthemas selbstständig arbeiten zu können,
  • die frei wählbare Sozialform (Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit) und die sich daraus ergebende große Selbstständigkeit und soziale Kompetenz.
Darüber hinaus finden wesentlich mehr Unterrichtsgespräche in den jahrgangs-gemischten Klassen statt, da
  • der Unterricht projektbezogener durchgeführt wird,
  • die Arbeitsergebnisse einander vorgestellt werden,
  • die SuS die Möglichkeit haben, eigene Interessen in die Bearbeitung des Themas einzubringen,
  • durch die Altersheterogenität sehr oft vorhandenes mit neuem Wissen verknüpft wird,
  • Arbeitspläne besprochen werden,
  • für den strukturierten Stundenablauf Rituale eingeführt werden müssen.

Wichtige Arbeitsfelder für die Weiterentwicklung der Eingangsstufe sind in unseren Augen:

  • die Überarbeitung der Schülerbegleitbögen und der individuellen Lernentwicklung, besonders hier die übersichtliche Einarbeitung der vorschulischen Beobachtungen
  • Möglichkeiten einer Einschulung zum Halbjahreswechsel.